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Perspektiven freiheitlicher Demokratie in der digitalisierten Medienwelt


Seminar für junge Erwachsene

(18 – 25 Jahre)

  1. 24. – 26. September 2010
    Zinzendorfhaus,
    Neudietendorf bei Erfurt

 

Wer sich im Internet bewegt, hinterlässt Spuren.

Polizei und Sicherheitsbehörden können die dabei anfallenden Daten systematisch durchforsten. So wollen sie Terroristen und Kriminellen auf die Spur kommen. Aber auch privaten Unternehmen sind solche Daten viel Geld wert. Wer sich in der vernetzten Welt des Web 2.0 bewegt, ist leicht durchschaubar. Und Computer, die online sind, können auf demselben Wege auch ausgespäht werden. Mit dem Zukunftsthema der modernen Kommunikation, deren Chancen und Gefahren – letztere von manchem als Stasi 2.0 bezeichnet – wollen wir uns befassen.

Freiheit oder Sicherheit? Das ist die spannende Frage in der digitalen Kommunikationswelt. Nach kontroversen Impulsvorträgen wollen wir gemeinsam mit Politikern, Journalisten und Netzaktivisten unsere Vorstellungen von der Entwicklung dieses Spannungsverhältnisses diskutieren. In Workshops soll ganz praktisch demonstriert werden: Wie nutzt die Polizei Spuren im Internet? Welches Bild bekommt ein Personalchef von seinen Bewerbern im Internet? Und wie kann ich möglichst wenige Spuren beim Surfen im Netz hinterlassen? Schließlich soll es mit ehemaligen und aktiven Politikern darum gehen, welche Möglichkeiten und Grenzen es in der parlamentarischen Demokratie für die Umsetzung eigener Ziele gibt.

Die Tagung wendet sich an politisch und gesellschaftlich engagierte Jugendliche und junge Erwachsene aus dem Osten und dem Westen Deutschlands. Sie will gleichermaßen ihre Bedürfnisse aufnehmen und transportieren, ihnen aber auch Einblick in politische Erfahrungen gewähren.


Johannes Beleites, Evangelische Akademie Thüringen

Ute Janßen, Stiftung Adam von Trott

Prof. Dr. Martin Stöhr, Martin-Niemöller-Stiftung